A2 - Weiterbildung für Fachärzte zum Zusatztitel Psychotherapie

Zulassung

Die Zugangsvoraussetzung ist sowohl ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Medizin als auch eine Facharztanerkennung. Informationen können über

Frau Dr. Gerlinde Schulz
Brauhausgasse 13
99423 Weimar
Tel. 03643/853021
e-mail: gerlindeschulz[at]hotmail.de

und

Frau Dr. Margit Venner
Kernbergstraße 42
07749 Jena
Tel. 03641/396269

eingeholt werden.

Die Bewerbungen erfolgen dann an den Leiter des Ausbildungsausschusses, Herrn Dr. F. Höhne. Nach Eingang der Bewerbungsgebühr wird dem Bewerber eine Liste der Lehranalytiker zur Auswahl der zwei obligatorischen Zulassungsinterviews zugeschickt. Seine Auswahl teilt er dem Institut auf dem ebenfalls zugeschickten Bogen mit. Nach Beratung im Ausbildungsausschuss erhält der Bewerber einen Weiterbildungsvertrag als Kandidat des Instituts.

Eine kassenfinanzierte Psychotherapie muss abgeschlossen sein und wird nicht als Weiterbildungseinheit angerechnet.

In der Weiterbildungsordnung der LÄK Thüringen sind die Inhalte der Weiterbildung festgelegt und in den Richtlinien veröffentlicht. Zu Ihrer Kenntnis werden sie hier nochmals aufgeführt (kleingedruckt) und jeweils dargelegt, welche Inhalte Sie an unserem Institut erwerben können:

Theoretische Weiterbildung

  • 100 Stunden in Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitslehre, Psychopharmakologie, allgemeine und spezielle Neurosenlehre, Tiefenpsychologie, Lernpsychologie, Psychodynamik der Familie und Gruppe, Psychopathologie, Grundlagen der psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder, Einführung in die Technik der Erstuntersuchung, psychodiagnostische Testverfahren
  • Indikation und Methodik der psychotherapeutischen Verfahren
  • 16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose
  • 20 Doppelstunden Balintgruppenarbeit
Teilnahme an Kursen und Seminaren von insgesamt 140 Stunden.

Am Institut werden alle Theoriebausteine durch das Curriculum, welches von der LÄK und vom Ministerium für Gesundheit und Soziales anerkannt wurde, vermittelt. Dies schließt die Verpflichtung zum Selbststudium nicht aus.

Diagnostik

  • 10 dokumentierte und supervidierte Erstuntersuchungen
  • Theorie und Technik der tiefenpsychologisch orientierten biographischen Anamnese oder Verhaltensanalyse bei 10 Patienten (selbstständig durchgeführt, supervidiert und dokumentiert)
Die Ausbildungsteilnehmer können am Erstinterview-Seminar des Instituts teilnehmen oder Supervision bei anerkannten Supervisoren in Anspruch nehmen.

Am Institut werden die erforderlichen Kenntnisse über Vorlesungen und technisch-kasuistische Seminare vollständig angeboten. Vertiefte praktische Kenntnisse und Erfahrungen mit Gruppen-, Paar- und Familientherapie sollten über entsprechende Weiterbildungsangebote selbstständig organisiert werden.

Therapie 

  • therapeutische Verfahren sind psychodynamisch/tiefenpsychologische Psychotherapie (oder Verhaltenstherapie)
  • 3 abgeschlossene Behandlungsfälle tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, (kontinuierlich supervidiert und dokumentiert, insgesamt mind. 120 Stunden) oder 6 abgeschlossene Behandlungsfälle Verhaltenstherapie (kontinuierlich supervidiert und dokumentiert, mind. 120 Stunden insgesamt).
  • 15 Doppelstunden Fallseminar
  • 20 Doppelstunden Balintarbeit

Am Institut wird Folgendes angeboten:

  • Patienten für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie können über die Supervisoren vermittelt und über die Institutsambulanz, Frau Dr. Margit Venner, abgerechnet werden.
  • Die Supervisionen für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie von Patienten können durch die Lehranalytiker und anerkannten Supervisoren des Institutes erfolgen.
  • Es besteht die Möglichkeit der Teilnahme am technisch-kasuistischen Seminar (TKS), wenn tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Zweitverfahren gewählt wurde.
  • Entspannungsverfahren können am Institut bzw. über die Kurse bei der LÄK erlernt werden.
  • Kenntnisse zur Verhaltenstherapie werden nicht angeboten.

Selbsterfahrung

  • Selbsterfahrung in tiefenpsychologischer Einzelselbsterfahrung 75 Stunden oder 50 Doppelstunden in tiefenpsychologischer Gruppenselbsterfahrung

Balintarbeit und Einzelselbsterfahrung (tiefenpsychologisch) kann über die anerkannten Balintgruppenleiter und Selbsterfahrungsleiter des Instituts absolviert werden. Die Gruppenselbsterfahrung ist u. a. über den Ausbildungsleiter des Instituts, Herrn Dr. F. Höhne, zu organisieren.

Prüfungen:

Vor Beginn der Patientenbehandlungen muss das Vorkolloquium abgelegt werden, d. i. ein Prüfungsgespräch im Institut mit Mitgliedern des Ausbildungsausschusses.
Die Abschluss-Prüfung wird durch die Landesärztekammer Thüringen abgenommen.

Beginn des Theorie-Curriculums

Teilnehmer der Weiterbildung können jederzeit in die curriculäre Weiterbildung einsteigen. Die Weiterbildungen finden in der Regel in den Räumen der Landesärztekammer Jena-Maua statt. Die fehlenden Anfangseinheiten behindern nicht das Verständnis der folgenden Einheiten. Die fehlenden Einheiten können am Schluss (mit Beginn des neuen Zyklus) nachgeholt werden.