Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie herzlich einladen in das Institut für Psychotherapie und Angewandte Psychoanalyse in Jena zu einem Fortbildungsseminar:

Am Freitag, den 18. Oktober 2019 (09:30-17:00 Uhr)

Dr. rer. nat. DP Ralf Vogt (Traumainstitut Leipzig)
wird einen praxisorientierten Seminartag anbieten zum Thema
„Umgang mit dissoziativen Traumafolgestörungen“

Teilnahme ausschließlich mit verbindlicher Voranmeldung und
Bestätigung durch das Institut bis 4. Oktober 2019 möglich.
Die Teilnehmerzahl ist auf 22 Teilnehmer begrenzt.

Empfehlung: Bitte tragen Sie bequeme Kleidung und möglichst keine Absatzschuhe.

Ort:    

IPPJ/ Fischergasse 2, 07743 Jena/ Seminarraum 1.OG

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per Mail an das Sekretariat (sekretariat@ippj.de).
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl (max. 22 Teilnehmer) werden die Anmeldungen nach Eingangsdatum berücksichtigt. Eine Teilnahme ist nur mit Bestätigung durch das Institut möglich. Mit der Bestätigung werden auch die Stornobedingungen durch den Teilnehmer anerkannt.

Zertifizierung:

Die Veranstaltung wird zur Zertifizierung bei der Landesärztekammer Thüringen beantragt.

Kosten:

Teilnehmerkosten betragen 95 €. Bei Stornierung bis 2 Wochen vorher 50 % Rückerstattung, danach ist keine Rückerstattung mehr möglich.
Bankverbindung für die Überweisung des Betrages:
Sparkasse Jena
IBAN: DE 43 8305 3030 0000 0243 76
Verwendungszweck: :"<IHR NAME>, Seminar Trauma 18.10.2019".

Inhalt:

Wir freuen uns ausgesprochen, dass in diesem Jahr in Kooperation mit der vor etwa zwei Jahren gegründeten Traumanetzwerkgruppe ein praxisorientiertes Seminar mit Dr. Vogt aus Leipzig stattfinden wird, welches Anregungen im Umgang mit PatientInnen mit dissoziativen Folgestörungen nach Traumatisierung geben wird. Diese PatientInnen stellen im Praxisalltag zumeist eine große Herausforderung dar. Die Problematik ist vielschichtig, die Kontaktfähigkeit oft eingeschränkt, ganz zu schweigen von der Fähigkeit, jemandem zu vertrauen. Krankheitsbilder wie chronische posttraumatische Belastungsstörungen, schwere dissoziative Störungen, Persönlichkeitsstörungen, schwere Entwicklungen mit verschiedenen Symptomen wie Phobien, Depressionen, Impulsdurchbrüchen, psychosomatische Beschwerden und vieles mehr entwickeln sich häufig nach Traumatisierungen. Es ergibt sich die Frage, welche heilsamen Interventionen diese Menschen erreichen. Bisherige Methoden sind oft unangemessen, unwirksam oder nicht ausreichend hilfreich. Herr Dr. Vogt verfügt über eine ausgesprochene Expertise in diesem Bereich, er wird theoretisches Wissen vermitteln, praktische Interventionen anschaulich darstellen (Arbeit mit verschiedensten Materialien und Gegenständen in verschiedenen Settings) und er wird für Fragen, die sich daraus ergeben, zur Verfügung stehen.
Die Veranstaltung baut auf einer Vorveranstaltung vor zwei Jahren auf, die Teilnahme damals ist jedoch keine Voraussetzung für die jetzige Teilnahme.

Ablauf:

9.30 - 11.00 Uhr, danach kurze Kaffeepause
Einführung in die körper- und analytisch orientierte Arbeit mit Psychotrauma bzw. Essentials des SPIM 30-Programms für die Behandlung komplextraumatisierter Erwachsener, Kinder und Gruppe mit anschließender Diskussion.

11.15 - 12.45 Uhr
Kontakt- und Stabilisierungssettings für den Beratungs- und Praxisalltag.
Praxisproblematiken sollen hierbei angesprochen werden können, weitere Diskussionsmöglichkeiten sind am Nachmittag vorgesehen.

Mittagspause: 12.45 Uhr bis 13.45 Uhr (Restaurants, Imbissangebote sind schnell fußläufig erreichbar)

13.45 - 15.15 Uhr, danach kurze Kaffeepause
Anwendung von Täteranklagesettings und Rollenschematas zur ICH-Stärkung und Problemdifferenzierung (unter Einbeziehung supervisorischer Themen)

15.30 – 17.00 Uhr
Anwendung von Anteilearbeit zum besseren Verständnis und zur Selbsthilfe bei dissoziativer psychischer Innendynamik und Abschlussdiskussion zum Fortbildungstag über Ergänzungsangebote.

Referent:

Dr. rer. nat. DP Ralf Vogt ist Psychotraumatologe und Psychoanalytiker in freier Praxis seit 1992. Er besitzt 8-jährige klinische Erfahrungen aus der Akutpsychiatrie und ist in seiner Profession auch analytischer Körperpsychotherapeut, systemischer Familientherapeut sowie Behandler für imaginative Psychotherapie. Im Bereich von komplextraumatisierten Patienten arbeitet er seit ca. 20 Jahren und hat seit dem Jahr 2000 ein eigenes Behandlungsprogramm für dissoziative Störungen d.h. für von Menschen gemachten Traumata zusammen mit seiner Frau entwickelt (SPIM-20-KT, später SPIM 30). Beide haben das Trauma-Institut-Leipzig als Fortbildungs- und Forschungsstätte 2002 gegründet und arbeiten auch als Traumadozenten für andere nationale und internationale Institute sowie im Wissenschaftlichen Beirat der ZPA (Zeitschrift für Psychotraumatologie und ihre Anwendungen).
Dr. Vogt ist Past-Boardmember der ISSTD – International Society for the Study of Trauma and Dissociation (Fellow Award - 2011 für besondere theoretische und praktische Beiträge im Fachgebiet und C. Wilbur Award 2017) und derzeit aktives Mitglied in der ISSTD, ESTD, DeGPT und DGK.
Herr Vogt organisiert zusammen mit seiner Frau im Trauma-Institut-Leipzig (www.traumainstitutleipzig.de) seit 2007 internationale Fachtagungen für Psychotraumatologie (www.traumapotenziale.de) und ist Autor zahlreicher Artikel und Fachbücher zu diesen Themen sowie Spezialfragen zum SPIM 30-Programm.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine inspirierende gemeinsame Zeit!

Dipl. Psych. K. Graf, IPPJ
Dipl. Psych. S. Burkhardt-Roelli, Traumanetzwerkgruppe