Fachseminar „Scham und Schuld bei dissoziativen Psychotraumastörungen“

Kooperationsveranstaltung des Thüringer Traumanetzwerkes und des IPPJ

Referent: Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Ralf Vogt, Trauma-Institut-Leipzig

Anerkennung durch die Landesärztekammer Thüringen mit Teilnahmebescheinigung.

21. 05. 2021, 10:00 – 13:30 Uhr über Zoom

Gebühr: 20 Euro

Anmeldung
Über folgenden Link registrieren:

https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZUpfu2vrjwtGdaFo9Gkytci3AnsC5JN9_Um

Bitte den selben Namen angeben, der bei der Überweisung des Betrags angegeben wird.

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting, wenn der Betrag bereits überwiesen wurde.

Ihren Teilnehmerbeitrag in Höhe von 20,00 € überweisen Sie bitte bis zum
15. 05. 2021 an:
IPPJ, Sparkasse Jena
IBAN; DE43 8305 3030 0000 0243 76
Verwendungszweck:
<IHR NAME>, „Tagesseminar Scham“

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 15. 05. 2021.

Der Rücktritt bis zum Fälligkeitstermin ist kostenlos möglich. Bei Rücktritt eines Teilnehmers bis 10 Tage vor Kursbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 15 % der Kursgebühr, jedoch mindestens 10,00 € bei Rücktritt bis 5 Tage vor Kursbeginn in Höhe von 50 % der Gesamtgebühr erhoben. Eine Erstattung der Gesamtgebühr ist bei späterer Absage oder Nichterscheinen nicht mehr möglich.

Das Anfertigen von Bildaufnahmen und Tonmitschnitten dieser Veranstaltung ist nicht zulässig.

Inhalt:

Scham und Schuld kennt jeder Mensch auch bei sich selbst als sehr komplizierte und unangenehme Gefühlsqualitäten. Gerade im Bereich der zwischenmenschlichen Gewalt werden diese emotionalen Zugänge häufig bereits im frühen Lebensalter systematisch zur Gestaltung von Abhängigkeitsverhältnissen nachhaltig missbraucht, um pathologische Bindungsverhältnisse herzustellen.
Durch Beschämen und Beschuldigen mit entwürdigenden Mitteln oder intellektuellen Tricks werden zwischenmenschliche Erlebnisse traumatisch geprägt und zementiert – ohne dass die Betroffenen es als vorsätzliche Strategien der Beeinflusser durchschauen.

Im Seminar (2 Doppelstunden) sollen dazu zunächst theoretische Zusammenhänge sowie die Hauptergebnisse einer Traumapatientenbefragung erläutert werden. Praktische Bezüge werden mit Hilfe von Videoausschnitten und Fotodokumentationen hergestellt. Im Bedarfsfall können persönliche Fallvignetten gemeinsam diskutiert werden. Bei Interesse ist im Herbst ein praktisch vertiefendes Präsenzseminar geplant, in welchem Übungen mit Anteilesettings und körperorientierten Sicherheits- und Stabilisierungssettings mit den Teilnehmern in Kleingruppenstationen demonstriert und mit Selbstinitiative umgesetzt werden sollen, wie sie für die Arbeit mit Scham- und Schuldpatienten hilfreich sind.

Dr. rer. Nat. Dipl.-Psych. Ralf Vogt:

Dr. Vogt ist Psychotraumatologe und Psychoanalytiker in freier Praxis seit 1992. Er besitzt 8-jährige klinische Erfahrungen aus der Akutpsychiatrie und ist in seiner Profession auch analytischer Körperpsychotherapeut, systemischer Familientherapeut sowie Behandler für imaginative Psychotherapie. Im Bereich von komplextraumatisierten Patienten arbeitet er seit ca. 20 Jahren und hat seit dem Jahr 2000 ein eigenes Behandlungsprogramm für dissoziative Störungen infolge menschengemachter Traumata entwickelt (SPIM 30). Dr. Vogt ist Autor von mehr als 10 Fachbüchern sowie zahlreichen Artikeln zu fachspezifischen Fragen. Herr und Frau Vogt haben das Trauma-Institut-Leipzig als Fortbildungs- und Forschungsstätte 2002 gegründet und arbeiten auch als Traumadozenten für andere nationale und internationale Institute.
Dr. Vogt ist Past-Boardmember der ISSTD International Society for the Study of Trauma an Dissociation (Fellow Award – 2011 für besondere theoretische und praktische Beiträge im Fachgebiet und C. Wilbur Award 2017) und er ist derzeit aktives Mitglied in der ISSTD, ESTD, DeGPT und DGK.
Herr Vogt organisiert zusammen mit seiner Frau im Trauma-Institut-Leipzig seit 2007 internationale Fachtagungen für Psychotraumatologie (www.traumapotenziale.de) .