G1 I  Weiter- und Fortbildung in tiefenpsychologisch-fundierter und psychoanalytischer Gruppentherapie

Ihr Ansprechpartner im Ausbildungsausschuss für die Weiter- und Fortbildung in tiefenpsychologisch-fundierter und psychoanalytischer Gruppentherapie G1:

Dr. med. Uwe Wutzler

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Asklepios Fachklinikum Stadtroda

Bahnhofstr. 1a, 07646 Stadtroda

T 03 64 28 - 56 12 34
F 03 64 28 - 56 13 43

u.wutzler@asklepios.com

Unser psychoanalytisches Institut bietet die Bausteine an, die für den Erwerb gruppentherapeutischer Kompetenzen grundlegend und für die Anerkennung der gruppentherapeutischen Qualifikation durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) entsprechend der Psychotherapievereinbarungen der KBV erforderlich sind.

Sie können diese Bausteine einzeln belegen oder auch in einer integrierten Form zusammen absolvieren je nachdem, mit welchem Anliegen Sie Gruppentherapie erlernen möchte und welche Qualifikationen Sie dazu bereits mitbringen. Die Besonderheiten der verschiedenen Berufsgruppen finden Sie weiter unten im Text.

Folgende Nachweise sind für die Anerkennung durch die KV erforderlich:

  1. 80 Stunden (40 Doppelstunden) einer psychoanalytischen oder tiefenpsychologisch fundierten Gruppenselbsterfahrung
  2. 24 Doppelstunden Theorie der Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik
  3. 120 Stunden (60 Doppelstunden) kontinuierliche Gruppenbehandlung, und damit verbunden
  4. den Nachweis von mindestens 40 Stunden Supervision

 

  1. Die psychoanalytische Gruppenselbsterfahrung

Sie benötigen für die Anerkennung durch die KV 40 Doppelstunden einer psychoanalytischen oder tiefenpsychologisch-fundierten Gruppenselbsterfahrung. Nach einem längeren Diskussionsprozess in unserem Institut haben wir uns dazu entschieden, dass wir nur Gruppenselbsterfahrungen anbieten, die auch tatsächlich dazu geeignet sind, Ihnen eine gruppentherapeutische Identität zu vermitteln. Wir sind der Meinung, dass Ihre eigene gruppentherapeutische Praxis sehr davon abhängen wird, ob Sie sich selbst angstfrei in gruppentherapeutischen Prozessen bewegen können und ob Sie auf einen eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, wie Sie steuernd mit notwendigen Entwicklungsschritten einer Gruppe und mit Krisen umgehen müssen.

Wir führen daher in unserem Institut psychoanalytisch orientierte Gruppenselbsterfahrungen in geschlossenen Gruppen durch. Die Gruppe arbeitet über drei Jahre hinweg und trifft sich zweimal im Jahr über zwei Wochenendblöcke. Ein Block geht jeweils von Donnerstag bis Sonntag und beinhalten 32 Stunden (16 Doppelstunden) Gruppenselbsterfahrung. Die Kosten belaufen sich auf 35 € je Doppelstunde.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an den Leiter der Kommunitäten, Herrn Dr. Uwe Wutzler (Kontaktdaten siehe weiter unten).

  1. Das gruppentherapeutische Theoriecurriculum

Das Basiscurriculum wird in Kooperation mit dem Sächsischen Weiterbildungskreis in Leipzig organisiert und veranstaltet. In einem Jahr werden 24 Doppelstunden über vier Wochenenden durchgeführt (freitags ab 16:00 Uhr bis samstags 17:00 Uhr). Zwei Wochenenden finden im SWK in Leipzig statt und zwei Wochenenden in den Räumen des psychoanalytischen Institutes in Jena.

Das Theoriecurriculum soll Ihnen neben dem theoretischen Inhalt vor allem auch eine Einführung in die gruppentherapeutische Praxis bieten. Die Dozenten sind entsprechend angehalten, Ihnen Fallbeispiele aus der eigenen Praxis mitzubringen und mit Ihnen zu diskutieren.

Die Kosten belaufen sich auf 30 € je Doppelstunde

Für die Anerkennung Ihrer gruppentherapeutischen Qualifikation durch den gruppenanalytischen Fachverband, D3G, werden insgesamt 40 Doppelstunden Theorie verlangt. Wir bieten deshalb in einem Aufbaukurs weitere 24 Doppelstunden Theorie an, damit Interessenten die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der D3G erreichen.

  1. Die praktische Ausbildung

Die erforderlichen 120 Stunden Gruppentherapie werden in unserer Institutsambulanz unter engmaschiger qualifizierter Supervision absolviert.

Da Sie bei Beginn Ihrer gruppentherapeutischen Fortbildung bereits über den Abschluss einer tiefenpsychologisch-fundierten Fachkunde verfügen müssen, ist der Beginn Ihrer Behandlungspraxis im Institut an keine weiteren qualifizierenden Bedingungen gebunden. Gleichwohl ist der Anfang einer ambulanten Gruppenbehandlung durch die Vorbereitung der Patienten auf den Gruppenbeginn und die damit verbundene Antragstellung ein Nadelöhr. Es ist deshalb obligat, den Beginn der Gruppentherapie mit einem vom Institut anerkannten Gruppenlehranalytiker zu planen, der auch im Folgenden die Supervision der gruppentherapeutischen Behandlung übernehmen wird. Die Kosten für die Supervision belaufen sich auf 90 € pro Stunde

Machen Sie sich bitte rechtzeitig mit den Abläufen und den Abrechnungsmodalitäten unserer Institutsambulanz vertraut. Es finden dazu in regelmäßigen Abständen Abrechnungsseminare im Institut statt. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt zu unserer Ambulanzleiterin, Frau Dr. Evelyn Daniel, auf.

Frau Dr. Evelyn Daniel
P: Beethovenstr. 23, 07735 Jena
T: 03641/447326

An welche Berufsgruppen richtet sich dieses Angebot?

Es gibt verschiedene Zielsetzungen der gruppentherapeutischen Qualifikation und damit auch verschiedene Berufsgruppen, die an einer Weiter- oder Fortbildung an unserem Institut interessiert sind:

  1. Der Erwerb der gruppentherapeutischen Qualifikation zur Anwendung im ambulanten Setting mit Anerkennung durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Sie erhalten damit die Berechtigung, tiefenpsychologisch-fundierte und/oder psychoanalytische Gruppenpsychotherapien im Rahmen Ihres Kassettensitzes durchzuführen und die erbrachten Leistungen bei der KV gegenüber den Krankenkassen abzurechnen.
    • Psychologische Psychotherapeuten,
    • Ärztliche Psychotherapeuten,
    • Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie fachgebunden“ und
    • Kinder- und Jugendlichen Therapeuten, die neben ihren einzeltherapeutischen Behandlungen auch gruppentherapeutisch arbeiten möchten und bereits einen Kassensitz erworben haben oder den Erwerb eines Kassensitzes anstreben.
    • Kandidaten in Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten mit der Grundausrichtung Tiefenpsychologie und/oder Psychoanalyse, die mit dem Abschluss ihrer Ausbildung auch die Qualifikation zur Gruppentherapie erlangen möchten.
  1. Der Erwerb der gruppentherapeutischen Qualifikation im Rahmen der fachärztlichen Weiterbildung
    • Weiterbildungsassistenten zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Dazu gehören die Gruppenselbsterfahrung und wahlweise auch die Gruppentheorie und die ambulante gruppentherapeutische Behandlung in unserer Institutsambulanz.
    • Weiterbildungsassistenten zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (wahlweise die Gruppenselbsterfahrung)
    • Weiterbildungsassistenten zum Facharzt für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und –psychotherapie (wahlweise die Gruppenselbsterfahrung)
  1. Der berufsgruppenübergreifende Erwerb von gruppentherapeutischen Kompetenzen, die für die Patientenbehandlung im stationären, tagesklinischen, rehabilitativen oder ambulanten Setting benötigt werden.
    • Neben Psychologen und Ärzten gehören zu den Interessenten u.a. auch Physiotherapeuten, Gestaltungs- und Ergotherapeuten, Musiktherapeuten Krankenschwestern und -pfleger.
  2. Die Anerkennung der gruppentherapeutischen Qualifikation durch die Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G)

Da es eine Vielzahl von möglichen Interessen gibt, bietet sich im Vorfeld ein persönliches Gespräch über Ihre gruppentherapeutischen Weiter- oder Fortbildungsmöglichkeiten in unserem Institut an. Dazu wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Uwe Wutzler. Er ist als Mitglied des Ausbildungsausschusses verantwortlich für die gruppentherapeutische Ausbildung an unserem Institut. Er ist anerkannter Gruppenlehranalytiker der D3G.

Finanzierung

Die Finanzierung der gruppentherapeutischen  Weiter- oder Fortbildung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:

  • die Finanzierung über die gruppentherapeutische Behandlung in unserer Institutsambulanz.

Hierbei werden Ihnen ca. 60% der von Ihnen eingebrachten Therapiestunden ausgezahlt. Das können bis zu 280 € pro 100 min Gruppentherapie sein. Da die Einnahmen aber von mehreren Faktoren abhängen, u.a. von der Gruppengröße und davon, ob Sie die Gruppe alleine oder zu zweit leiten, sollte man die Finanzierung über die Institutsambulanz gut bilanzieren und mit den Verantwortlichen des Institutes besprechen.

  • die Finanzierung aus eigenen Mitteln (Selbstzahler).

Es lohnt sich hier im Vorfeld eine Kostenkalkulation über die Gesamtausgaben der Weiter- oder Fortbildung durchzuführen. Dazu sollte feststehen, welche Bausteine Sie für Ihre gruppentherapeutisch Aus-, Weiter- oder Fortbildung Sie tatsächlich benötigen.

  • die Finanzierung durch Dritte, in der Regel durch den Arbeitgeber, der die fachärztliche Weiterbildung, psychotherapeutische Ausbildung oder die gruppentherapeutische Fortbildung bezuschusst.